US-Boy Bobby Naubert will den TVI heute zum Pokalerfolg gegen Grevenbroich tragen
Es ist das I-Tüpfelchen auf die Entwicklung der vergangenen Jahre und ein echter Meilenstein für die Basketballabteilung des TV Ibbenbüren. Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte stehen die Regionalliga-Basketballer des TVI im Finale des WBV-Pokals, erstmals überhaupt können die Ibbenbürener einen Titel einheimsen. Voller Vorfreude, Zuversicht und mit einer gehörigen Portion Extra-Motivation geht die Völkerink-Fünf am Sonntagabend um 18 Uhr ins Pokalendspiel gegen den Liga-Rivalen Elephants Grevenbroich. Ein letztes Mal in dieser Spielzeit wollen die Ibbenbürener Fans dabei die Halle Ost zur „Hölle Ost“ machen, es wird rappelvoll werden in der Heimspielstätte der Ibbenbürener Basketballer.
„Die Jungs sind unglaublich heiß und brennen auf dieses Endspiel, das für uns alle ein riesengroßes Highlight ist“, gewährt TVI-Coach Timo Völkerink einen Einblick in Seelenleben des Teams. Vor allem der „völlig respektlose Umgang“ (Völkerink) der Grevenbroicher Verantwortlichen im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Duells erspart dem Ibbenbürener Trainer jegliche Motivationsansprachen. „Es ist mittlerweile mehr als nur ein Finale und zu einer persönlichen Geschichte geworden, entsprechend gehen wir dieses Spiel auch an“, empfindet Timo Völkerink die Verbalattacken des Kontrahenten als „einfach nur noch peinlich“. Gerade deshalb baut er noch einmal auf die Unterstützung „unserer überragenden Fans“. Nur mithilfe des „sechsten Mannes“ sei das Team überhaupt in der Lage, Leistungen abzuliefern wie gegen den Meister Schalke 04, als mehr als 900 Fans die Mannschaft trugen. „Es wird ein super-attraktives Spiel“, verspricht der Coach den Besuchern Hochspannung, allein die Gäste reisen mit zwei Fanbussen an.
Auch wenn Völkerink den Respekt vor den Elephants-Verantwortlichen mittlerweile verloren hat, weiß er um die Stärke des Gegners, der als klarer Favorit in die beiden Endspiele geht. „Grevenbroich hat zehn überragende Spieler in ihren Reihen, darauf stellen wir uns ein“, versucht er gar nicht erst, sich auf einzelne Akteure zu fokussieren. Zudem werden die Gäste vermutlich mit zwei US-Amerikanern auflaufen, was in der Meisterschaft verboten ist. Neben Terrence Williams dürfte auch Ex-Bundesliga-Profi Davon Roberts so weit hergestellt sein, dass er dem ohnehin bärenstarken Kader weitere Tiefe verleiht. Für Timo Völkerink ist der einzige Weg zum Erfolg die „mannschaftliche Geschlossenheit“, die den TVI in weiten Phasen der Saison ausgezeichnet hat.
Zudem hat er eine Schwachstelle in der Verteidigung der Elephants ausgemacht, „das müssen wir versuchen auszunutzen, dazu die Rebounds besser kontrollieren“, formuliert der Coach die Marschroute. In der Regionalliga kassierten die Ibbenbürener vor Wochenfrist eine einkalkulierte Niederlage in Grevenbroich, bewusst wählte Völkerink eine andere Rotation und eine andere taktische Herangehensweise, als er es am Sonntagabend tun wird. „Wir wollen dieses Spiel gewinnen, dafür werden wir uns zerreißen“, verspricht der Coach 40 Minuten bedingungslosen Einsatz und Leidenschaft.
Samstag: Letztes Liga-Heimspiel gegen Dorsten
Ein letztes Mal präsentieren sich die Regionalliga-Basketaller des TV Ibbenbüren am Samstagabend in der Meisterschaft ihrem Heimpublikum, doch der Fokus ist bereits voll auf das große Pokalendspiel am Sonntag gerichtet. Wenn es um 19 Uhr in der Halle Ost gegen die BG Dorsten geht, denkt so manch einer aus dem TVI-Lager bereits an den Sonntag. „Natürlich ist alles dem Pokalendspiel untergeordnet, aber wir wollen den Zuschauern auch gegen Dorsten einen Kampf bieten, das sind wir unseren tollen Fans schuldig“, sieht TVI-Coach Timo Völkerink das Duell als gute Generalprobe. Personell wird er dabei Rücksicht auf den Sonntag nehmen und wie schon beim Ligaspiel in Grevenbroich zuletzt „sehr groß rotieren“. US-Boy Bobby Naubert dürfte vermutlich sogar eine Pause erhalten. „Er gibt immer 100 Prozent und kann sich nicht zurücknehmen“, spielt Völkerink mit dem Gedanken, den zuletzt so überragenden Aufbauspieler ganz draußen zu lassen. Ansonsten sei die Partie „eine sehr gute Möglichkeit, sich für den Pokal zu empfehlen“, so Völkerink. Die BG schätzt der TVI-Coach sehr stark ein: „Völlig zurecht steht Dorsten oben in der Tabelle.“ Die Gäste setzen auf eine sehr kleine Rotation, die es aber in sich hat. Der Bulgare Lyuben Paskov, US-Boy David Golembiowski, der Litauer Lukas Kazlauskas oder auch Faton Jetullahi stehen für höchste Qualität. „Dorsten hat seine Stärken ganz klar in der Offensive, wir wollen uns für den Sonntag ‚warmverteidigen‘“, sagt Timo Völkerink mit einem Schmunzeln.
Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung






















