US-Boy Bobby Naubert ist angeschlagen, dürfte aber im wichtigen Spiel gegen Herford auf die Zähne beißen
Es ist die spannendste Saison in der Basketball Regionalliga West seit vielen Jahren. Spitzenreiter BG Hagen trennen vom Schlusslicht Hagen-Haspe nur sieben Siege, alle Mannschaften stecken zum Ende der Hinrunde noch im Auf- oder Abstiegskampf. Um nichts anderes als den Klassenerhalt geht es in der so starken Regionalliga für den TV Ibbenbüren, auf den zum Auftakt der Rückrunde das nächste wegweisende Duell wartet. Am Samstagabend um 19 Uhr empfängt die Völkerink-Fünf den Tabellennachbarn BBG Herford zum zweiten Heimspiel in Serie in der Halle Ost.
Während die Ibbenbürener mit aktuell zehn Zählern Zehnter sind, folgt der Aufsteiger aus Herford mit einem Erfolg weniger auf Rang 11. „Das nächste richtungsweisende Spiel, ein Blick auf die Tabelle reicht auch hier wieder“, weiß TVI-Trainer Timo Völkerink genau, dass es in diesen Wochen um die Weichenstellung für ein weiteres Regionalliga-Jahr geht. „Wir wollen diese wichtige Phase mit einem Sieg gegen Herford krönen“, hofft den dritten Heimerfolg in Serie.
Aufpassen müssen die Gastgeber vor allem auf den überragenden US-Amerikaner Keisten Jones, der gegen den TVI 31 Punkte und krachende Dunkings auflegte. Der Spanier Guillhermo de la Puente ist eine echte Maschine unter den Brettern, und der bundesligaerfahrene Spielmacher Max Kramer „wird nicht wieder solch einen schwachen Tag haben wie im Pokal“, vermutet Völkerink. Überhaupt sind die Gäste „offensiv richtig stark“ wie der TVI-Coach festgestellt hat, „defensiv dagegen zeigen sie Schwächen“.
Genau dort will Timo Völkerink mit seinem Team ansetzen. Beim Heimsieg gegen Hagen-Haspe zuletzt gelang dies vor allem in der Anfangsphase. „Da haben wir gezeigt, welches Potenzial wir haben, das war eine unserer besten Offensivleistungen der Saison“, sagt Völkerink. Zum Ende hin fehlte dann „einfach die Konstanz“. Genau daran wurde unter der Woche im Training gearbeitet. Zumindest mit den Akteuren, die zur Verfügung standen. Ausgerechnet die beiden US-Amerikaner Bobby Naubert (Sehnenentzündung im Fuß) und Devin Grimes (Einblutung im Oberschenkel) musste die komplette Woche pausieren, sollten aber zumindest einsatzbereit sein.
Sein Debüt für die Erste feiern wird Dominic Nienaber aus der Reserve. „Er hat sich den Einsatz durch seine starken Leistungen in der Oberliga einfach verdient“, ist Völkerink gespannt, ob sich der reboundstarke Nienaber auch einige Ligen höher durchsetzen kann.
Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung






















