Neuzugang Oma Zemhoute legte mit elf Rebounds und 13 Assists ein seltenes Double-Double auf

Einen bitteren Basketballabend erlebten 704 Besucher am Samstag in der Halle Ost. Die AOK Ballers Ibbenbüren verspielten gegen die ungeschlagenen Hertener Löwen eine zwischenzeitliche 18-Punkte-Führung und mussten sich am Ende mit 77:83 geschlagen. Mittlerweile die 5. Niederlage in Serie für die Pohlmann-Fünf, die weiter auf den ersten Heimsieg der Saison warten muss.

Personal: Der kurz zuvor verpflichtete Omar Zemhoute feierte sein Debüt und stand gleich in der Startformation. Jakob Freimuth pausierte aufgrund seines Einsatzes in der Reserve, ansonsten standen alle Akteure zur Verfügung.

Spielverlauf: Die Gastgeber kamen richtig gut aus den Startlöchern, wirkten hochmotiviert und trafen vorne viele gute Entscheidungen. 25:12 führten die AOK Ballers nach dem ersten Viertel, in dem die Löwen alle zehn Dreier liegen ließen. Auch im zweiten Viertel begannen die Ibbenbürener stark, setzten sich schnell auf 35:17 ab, alle sprach für den ersten Heimerfolg. Doch urplötzlich kam ein Bruch ins Spiel. Gästetrainer Cedric Hüsken stellte auf Ganzfeldverteidigung um, plötzlich war Herten im Spiel. 24 Punkte erzielten die Gäste binnen sechs Minuten, zur Pause hatten sie auf 41:46 verkürzt. In der Kabine schien TVI-Coach Marc Pohlmann dann aber die richtigen Worte gefunden zu haben, Mitte des dritten Viertels führten die Hausherren mit 63:53. Was dann jedoch passierte, machte Pohlmann anschließend stinksauer. Völlig ideenlos agierten die Ibbenbürener in der Folge, kassierten viertelübegreifend einen 21:2-Lauf. Jeder Rebound ging plötzlich an die Gäste, vorne begann ein munteres Scheibenschießen von jenseits der Dreierlinie (6/35), ohne Erfolg. Zwar hatte der TVI beim 75:77 noch einmal die Chance auzugleichen, agierte jedoch zu überhastet und kassierte am Ende eine völlig überflüssige 77:83-Pleite, über die sicherlich noch zu sprechen sein wird.

Das sagt Coach Marc Pohlmann: „So lange wir uns diszipliniert an unseren Gameplan gehalten haben, haben wir das Spiel kontrolliert. Danach haben wir vorne den Kopf verloren und nicht mehr als Team verteidigt. Die Jungs haben sich nicht mehr an die Vorgaben gehalten, so haben wir wieder einen Sieg hergeschenkt. Das war sicher nicht beeindruckend, was Herten hier geliefert hat, wir waren am Ende unterirdisch in unseren Entscheidungen. Bei einzelnen Akteuren muss ich mich fragen, ob auch die mentale Qualität für dieses Niveau vorhanden ist. Da muss sich jeder einmal hinterfragen.“

Das sagt Manager „Diesel“ Hülsmeier: Der erkrankt nicht anwesende Manager Tobias Hülsmeier wollte nach der Partie kein Statement abgeben.

AOK Ballers: Harvey (15), Post (12), del Hoyo (15), Zemhoute (8, 11 Rebounds, 13 Assists), Lennartz (2), Freimuth (dnp), Avermann (0), Patte (2), Fumey (18), Nienaber (5), Dolkemeyer (0), Ossowski (0)

 

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