Jasper Chiwuzie sorgte mit einem krachenden Dunking für das Highlight des Spiels

Es hat nicht gereicht: Der Fünf-Punkte-Vorsprung, den die TVI-Basketballer aus dem Hinspiel des WBV-Pokalfinals mitgenommen hatten, war zu wenig. Die Grevenbroich Elephants gewannen am Sonntagabend das Rückspiel in eigener Halle mit 83:65 und dürfen sich zum zweiten Mal in Folge WBV-Pokalsieger nennen. Die TVI-Akteure lagen nach dem Spiel ausgelaugt von selbigem und voller Enttäuschung auf dem Hallenboden. Jemandem einen Vorwurf zu machen, fiel schwer, schließlich hatten alle kämpferisch überzeugt, die Elephants allerdings machten ihre Klasse in der Trefferquote allzu deutlich.

„Auch wenn die Enttäuschung heute Abend erst einmal groß ist, ist der 2. Platz im Pokalwettbewerb immer noch ein schöner Erfolg“, sagte TVI-Manager Tobias Hülsmeier direkt nach dem Spiel. Rund 100 Ibbenbürener TVI-Fans hatten sich auf den Weg gemacht nach Gunstorf in die Gross-Sporthalle. Die Stimmung in Grevenbroich war laut, war motivierend, war elektrisierend. An Unterstützung mangelte es beiden Teams ganz sicher nicht. Im Gegenteil.

Ziemlich schnell musste TVI-Coach im ersten Viertel auch gleich die erste Auszeit nehmen. Beim 11:2 für Grevenbroich drohte der TVI die Anfangsphase komplett zu verschlafen. Dann allerdings fing sich der Gast ein wenig, hatte allerdings weiterhin das Manko, deutlich weniger Rebounds zu holen als die Elephants. Nach dem ersten Viertel lag die Heimmannschaft mit 31:20 vorne. Zu der schlechteren Statistik bei den Rebounds gesellten sich auch einige Turnover in der ersten Halbzeit, die in so einem Spiel entscheidenden Einfluss haben können. Der TVI war fokussiert und gewillt, vielleicht überdrehte er sogar hier und da und ließ Lockerheit vermissen. Die Elephants führten zur Pause mit 53:39.

Den 14-Punkte-Vorsprung verringerte der TVI direkt im dritten Viertel, nach dem es 54:64 stand. Die Marschroute für das vierte Viertel war klar – der TVI musste aufs Ganze gehen. Und scheiterte damit, scheiterte vor allem aber an einem sportlich sehr starken Konkurrenten. Grevenbroich baute die Führung auf 72:55 aus, siegte schließlich mit 83:65. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen und dem Rückstand dann die ganze Partie hinterher gelaufen. Den Turnaround haben wir nicht geschafft und am Ende ein wenig den Faden verloren“, so Manager Hülsmeier.

Kampf, Einsatz, Leidenschaft, all das war für den TVI auch im letzten Saisonspiel nicht die Hürde – der passte, wie in der gesamten Spielzeit. Die Probleme unter den Brettern, die schon in den ersten zwei Vierteln bestanden, wurden auch danach nicht abgestellt. Zu leichte Ballverluste gaben ihr Übriges dazu. „Man muss leider sagen, dass wir verdient verloren haben“, erkannte Hülsmeier die gute Grevenbroicher Leistung an. „Es war ein tolles und würidges Pokalfinale; ein hartes aber faires Spiel, von beiden Mannschaften sehr respektvoll geführt“, so Hülsmeier.

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung

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