Jasper Chiwuzie feierte mit 18 Punkten und 13 Rebounds ein überragendes Heim-Comeback

Thies Fischer wird von den Cheerleadern in die Höhe gestemmt, das Publikum ist mucksmäuschenstill, das TVI-Team sitzt auf dem Boden der Halle Ost und Fischer stimmt an: „Heja TVI, heja TVI, heja, heja, heja TVI …“ Ganz klar: Dieser Feierei muss ein besonderer Sieg vorausgegangen sein. Basketball-Regionalligist TV Ibbenbüren schlug am Samstagabend vor der Rekordkulisse der Saison von knapp über 700 Zuschauern die Telekom Baskets Bonn 2 mit 83:80. „Das war ein sauwichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt“, mutmaßte Co-Trainer Dennis Wesselkamp breit grinsend nach dem Spiel.

Spiele des TVI chronologisch zu erzählen, macht der Erfahrung nach in dieser Spielzeit nur bedingt Sinn, denn spannend wurde es ohnehin meistens am Ende. Irgendwie war es auch gegen Bonn so, irgendwie aber auch nicht, denn der Sieg gegen die Bundesliga-Reserve war für TVI-Verhältnisse tatsächlich souverän. Mit 20 Punkten führte Ibbenbüren zwischenzeitlich (59:39), mit 13 noch zu Beginn des vierten Viertels (65:52), mit drei dann zur Schlusssirene. Klingt spannend, aber wenn man auf dem Spielberichtsbogen die Zeit nachsieht, die Bonn in diesem Spiel in Führung lag, dann steht da schwarz auf weiß: 00:00 Minuten.

„Egal, mit welchem Vorsprung, Bonn ist immer gefährlich“, war Wesselkamp jederzeit gewarnt und hat sich bis zum Ende nicht in Sicherheit gewogen. TVI-Manager Tobias Hülsmeier meinte: „Wir sind direkt am Anfang in Führung gegangen und haben diese dann auch nicht mehr abgegeben. Wenn man die letzten zwei Minuten mit den Fouls ausblendet, gewinnen wir souverän. Das war echter Team-Basketball!“

Schon zu Spielbeginn setzte sich der TVI schnell auf 7:0 ab, ehe Bonn überhaupt die ersten Punkte erzielte. Ibbenbüren war wach und machte Tempo, zeigte sich stark unter den Körben – Bonn bewies zunächst genau das Gegenteil, hatte lediglich eine Trefferquote von 29,3 Prozent, der TVI wies 48,6 Prozent auf.

Nicht in den Griff bekamen die Telekom Baskets Ibbenbürens Bobby Naubert und Jasper Chiwuzie, der seine Heimpremiere nach seiner Rückkehr feierte. „Jasper hat das richtig gut gemacht. Ich bin froh, dass wir ihn wieder hier haben“, so TVI-Manager Tobias Hülsmeier. Dennis Wesselkamp sah vor allem eine starke erste Halbzeit von ihm, in der er 16 Punkte erzielte und acht Rebounds holte. „Zu Bobby kann man nur sagen, dass er sehr viel dazugelernt hat, so spielt, wie wir uns das vorstellen und ein total wichtiger Spieler ist“, so Wesselkamp. Wenn Naubert Tempo aufnahm, konnte Bonn meistens nur hinterherschauen.

Bonns Topspieler Gerald Leon Beverly hingegen war in Halbzeit eins gänzlich abgemeldet (nur vier Punkte). Im zweiten Durchgang legte er 15 drauf, vor allem zum Ende des Spiels hin trafen die Bonner deutlich besser. Für einen Sieg kamen sie allerdings nicht mehr infrage. „Wir haben gegen eine unangenehme Zone einen kühlen Kopf behalten“, lobte Wesselkamp, „der Sieg war nicht einkalkuliert. So können wir in der Tabelle in die obere Hälfte schauen und müssen nicht nach unten gucken.“ Heja TVI …

TV Ibbenbüren: Chiwuzie (18), Grimes (17), Naubert (17), Patte (8), Post (8), Beuing (7), Freimuth (2), Westphal (2), Fischer (2), Reich (2), Kosel.

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung

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