Albert del Hoyo und die AOK Ballers machten beim 87:82-Erfolg in Haspe einen 17-Punkte-Rückstand wett
WOW! Das war spannend, das war dramatisch, das war nichts für schwache Nerven. Die AOK Ballers Ibbenbüren haben in der Regionalliga West den erhofften „Big-Point“ gelandet und erstmals einen Heimerfolg in der Fremde bestätigt. Beim SV Hagen-Haspe drehte die Pohlmann-Fünf ein bereits verloren geglaubtes Spiel dank tatkräftiger Unterstützung der mitgereisten TVI-Fans und siegte am Ende mit 87:82.
Personal: Dominic Nienaber und Simon Dolkemeyer mussten passen, so dass die Ibbenbürener mit einem 10er-Kader ins Spiel gingen. Florian Avermann verletzte sich früh und musste fortan passen, sein Liga-Debüt feierte der unter der Woche neu verpflichtete US-Amerikaner Denzel Johnson.
Spielverlauf: Nach zuletzt zwei Pflichtspielsiegen in Serie gingen die AOK Ballers hochmotiviert ins Spiel, erwischten jedoch einen Alptraum-Start. Rein gar nichts lief in den ersten zehn Minuten bei den Gästen zusammen. Zahlreiche Ballverluste, mangelhaftes Rebounding und fehlende Kommunikation in der Defense ließen die Hasper enteilen, 37:21 führte Hagen nach ernüchternden zehn Minuten. Auch in der Folge blieben die Hausherren weit vorne, führten nach 17 Minuten noch mit 46:29. Dann war es TVI-Eigengewächs Kai Patte, der seine Farben im zweiten Viertel mit neun Zählern zurück ins Spiel brachte und für Hoffnung sorgte. 51:39 führte Haspe zur Halbzeit. Diesen Vorsprung verteidigten die Gastgeber bis fünf Minuten vor dem Ende (77:68), alles sprach für einen Erfolg der Heim-Fünf. Doch urplötzlich ging ein Ruck durch die TVI-Basketballer. Unermüdlich nach vorne gepeitscht von den mitgereisten Anhängern glaubte das Team an ein Comeback, zwei Dreier von Benjamin Fumey nährten die Hoffnung auf ein Comeback (76:77, 38.). Es entwickelte sich eine dramatische Schlussphase, in der erneut Fumey mit einem Dreier eine Minute vor dem Ende zum 82:80 die endgültige Wende einleitete. 20 Sekunden vor dem Ende versagten den Haspern an der Freiwurflinie die Nerven, Fumey sowie Albert del Hoyo brachten den viel umjubelten Sieg ins Ziel.
Das sagt Coach Marc Pohlmann: „Nach einem katastrophalen Start sind wir cool geblieben und haben uns über die Defense Stück für Stück zurückgekämpft. Ein absoluter Team- und Mentalitätserfolg! Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen und wichtige Impulse gegeben. Großen Dank auch an die mitgereisten Fans. Der Support hat uns wahnsinnig nach vorne gepusht.“
Das sagt Manager „Diesel“ Hülsmeier: „Nach einem katastrophalen ersten Viertel kämpfen wir uns drei Viertel lang zurück. Am Ende ein toller Mentalitätssieg. Danke an unsere Fans, die in den letzten Minuten für Heimspielathmosphäre gesorgt haben.“
AOK Ballers: Johnson (10), Post (17), del Hoyo (22, 8 Rebounds, 5 Steals), Zemhoute (5), Lennartz (0), Freimuth (dnp), Avermann (0), Patte (9), Fumey (22, 15 Rebounds), Ossowski (0)






















