Center Maikel Post überzeugte mit 20 Punkten und einer starken Wurfquote
Es war ein Duell, welches symptomatisch für den bisherigen Saisonverlauf ist. Die AOK Ballers Ibbenbüren hatten auch beim Abstiegs-Krimi bei den Hertener Löwen am Samstagabend bis in die Schlusssekunden alle Möglichkeiten auf den Sieg, trafen aber in der entscheidenden Phase einmal mehr die falschen Entscheidungen. Am Ende stand eine bittere 81:85-Niederlage zu Buche, die Luft im Abstiegskampf der Regionalliga West wird immer dünner.
Personal: Für den kurzfristig grippeerkrankten Center Waldemar Reich setzten die Coaches auf Routinier Tobias Hülsmeier, der sich durch starke Leistungen in der Reserve empfohlen hatte. Die Ibbenbürener begannen das Spiel mit Hortmann, Avermann, Kostov, Massing und Post.
Spielverlauf: Die Gäste aus Ibbenbürener erwischten einen echten Traumstart. Während bei den Löwen der Korb in der Anfangsphase wie vernagelt schien, gelang dem TVI nahezu alles. 14:0 führten die Schützlinge von Marc Pohlmann und Christian Beuing nach vier Minuten, in der Hertener Arena wurden erste Pfiffe laut. Doch den AOK Ballers gelang es in der Folge nicht, das hohe Tempo aufrecht zu erhalten. Unnötige Ballverluste und schlechte Würfe in der Offensive führten dazu, dass die Hausherren Punkt um Punkt aufholten. Bis zur Pause hatte Herten die Partie komplett gedreht, ging mit einem 40:35 in die Kabine. Nach einer ausgeglichenen zweiten Halbzeit glichen Florian Avermann und Andreas Placke dann mit zwei schnellen Dreiern zum 77:77 aus, alles war wieder offen. Beim Stande von 81:80 für den TVI leistete sich dieser dann eine Unkonzentriertheit beim Defensiv-Rebound, der starke Kofi Josephs brachte Herten mit 82:81 in Führung. Alle weiteren Wurfversuche der Ibbenbürener in der Folge scheiterten, an der Linie brachte Atanas Penev die Partie für die Löwen nach Hause.
Das sagt Coach Marc Pohlmann: „Wir haben es nicht geschafft, in der entscheidenden Phase Keith Sherill beim Rebound zu kontrollieren. Seine sieben Offensivrebounds sind der Tod für jede Verteidigung. Herten hatte oft zweite und dritte Wurfchancen. Dann trifft Felix Neumann in der entscheidenden Phase zwei Dreier gegen den Mann, das ist natürlich bitter. Wir müssen unsere Fehlerquellen weiter abstellen, dürfen nicht aufgeben. Wir brauchen endlich ein Erfolgserlebnis, das den letzten Knoten platzen lässt. Als Team haben wir einen Riesen Schritt nach vorne gemacht, wir haben uns als richtige Einheit präsentiert.
AOK Ballers: Hortmann (12, 13 Assists, 10 Rebounds), Post (20), Airosius (13), Kostov (2), Massing (8), Plagemann (0), Placke (12), Avermann (3), Patte (0), Fischer (0), Kosel (0), Hülsmeier (11)






















