Gene Hagner legte wie das ganze TVI-Team eine außergewöhnliche Mentalität an den Tag
Wer dieses Basketballspiel live gesehen hat, kann nur zu einem Schluss kommen: Das war einfach geil! Das erste Endspiel im WBV-Pokal gewann Basketball-Regionalligist TV Ibbenbüren am Sonntagabend gegen Liga-Konkurrent Elephants Grevenbroich mit 83:78. Von Beginn an war eine unglaubliche Energie und aufgeladene Stimmung in der mit mehr als 750 Zuschauern gefüllten Halle Ost zu spüren. Das TVI-Team saugte – wie schon so oft in dieser Saison – die Atmosphäre auf und heizte sie gleichzeitig mit Leidenschaft und totalem Willen an.
Ganze 17 Sekunden zum Spielbeginn lag der Gast aus dem Rheinland vorne, danach übernahm der TVI und gab sie bis zum Schluss auch nicht mehr her. „Ich bin sehr zufrieden, das war eine richtig gute Leistung beim Start-Ziel-Sieg von uns. Der Vorsprung hätte sogar noch etwas höher ausfallen können“, zog TVI-Coach Timo Völkerink sein Fazit. Den kleinen Knacks im Ergebnis gaben die jeweils letzten Sekunden vor der Halbzeitpause und auch vor dem Schlusspfiff. Denn zwei Buzzer Beater mit je drei Punkten trafen die Elephants und verkürzten damit noch einmal. Völkerink ließ aber keinen Zweifel: „Wir freuen uns über das Ergebnis.“
Der TVI hat erneut bewiesen, dass er auch mit den hochkarätig besetzten Top-Teams der Liga mithalten kann. Häufig allerdings brachen die Ibbenbürener dann gegen Spielende ein oder machten es unnötig spannend, wenn sie scheinbar komfortabel geführt hatten. Im Pokalfinale war das anders.
Gerade zu Beginn klappte gefühlt alles beim TVI: 21:19 führte das Heimteam nach dem ersten Viertel. Bis zur Pause schraubte die Völkerink-Fünf den Vorsprung auf sieben Punkte hoch (45:38). Die gute-TVI-Defense hielt die starke Offensive der Elephants ein ums andere Mal in Schach, die eigens ausgemachte Schwäche, wenn die Grevenbroicher verteidigen müssen, nutzte der TVI gnadenlos gut. Die Reboundstatistik war am Ende ausgeglichen: 41:41.
Dass die Starting-Five – bestehend aus Bobby Naubert, Devin Grimes, Gene Hagner, Jasper Chiwuzie und Maikel Post – bei TVI die längste Spielzeit bekam, überrasche wenig. Gegen Naubert flinke Ideen fand Grevenbroich kaum Mittel, Post war gewohnt präsent und Hagners Körpersprache strahlte Selbstbewusstsein aufs ganze Team aus. Doch auch die Ibbenbürener Eingewächste Dominic Nienaber, Nico Kosel oder Thies Fischer brachten unglaubliche Leidenschaft ins Spiel. Fischer bekam gleich zwei Mal für seinen unbändigen Einsatz bei Rettungsaktionen Szenenapplaus. Grimes war wichtig, hatte am Ende aber auch zwei Böcke drin, die die Elephants noch zu Punkten gebracht haben. Chiwuzie holte zehn Rebounds, die meisten aller Spieler.
„Heute haben wir die Antwort auf dem Feld gegeben. Es war ein tolles erstes Finalspiel mit dem besseren Ausgang für uns. Aber in Grevenbroich starten wir bei Null und müssen auswärts alles geben“, resümierte TVI-Manager Tobias Hülsmeier. Dass der Vorsprung am Ende nicht noch größer wurde, könnte dem TVI nächste Woche wehtun. Andererseits hat Ibbenbüren auch nicht irgendeinen Gegner geschlagen.
TV Ibbenbüren: Naubert (17), Post (16), Grimes (16), Chiwuzie (14), Hagner (12), Reich (4), Fischer (2), Kosel (2), Avermann, Nienaber, Beuing (dnp), Westphal (dnp).
Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung






















