TVI-Center Maikel Post überzeugte auch bei der Derbypleite mit 20 Punkten und acht Rebounds

Wenn die Basketballer des TV Ibbenbüren auf den UBC Münster treffen, dann ist meistens etwas los. Nicht anders war es am Samstagabend in der Ibbenbürener Halle Ost. Und obwohl der TVI gegen den aktuellen Tabellenführer der Basketball-Regionalliga mit 86:108 verlor, bedauerte kaum einer der mehr als 650 Zuschauer sein Kommen. Denn die beiden Mannschaften lieferten sich ein hoch emotionales Duell mit packenden Zweikämpfen, die zum Teil den Rahmen des Erlaubten sprengten. Und zumindest eine Halbzeit lang boten die Ibbenbürener dem Top-Team der Liga Paroli.

Gesprächsstoff jedenfalls gab es nach der Partie zur Genüge. Da war vor allem die Szene aus der 25. Minute, als der Ibbenbürener Devin Grimes den Münsteraner Dallis Johnson beim Korbleger hart foulte, die beiden Spieler in den hinter dem Korb stehenden Pulk der Cheerleader segelten und von mehreren herbeigeeilten Ibbenbürenern und Münsteranern getrennt werden mussten. Es war die Phase, in der die Münsteraner die Führung übernommen hatten und drauf und dran waren, davonzuziehen. Zudem hatte es zuvor schon einige Nickeligkeiten von Münsteraner Seite vor allem gegen Grimes gegeben, die von den Schiedsrichtern nicht geahndet wurden.

Das alles rechtfertige allerdings nicht das Foul von Grimes, sagte TVI-Co-Trainer Dennis Wesselkamp nach der Partie. Ob Grimes deswegen allerdings hätte disqualifiziert werden müssen, stellte Wesselkamp aber in Frage. Zumal diese Disqualifikation möglicherweise auch noch eine Sperre nach sich zieht. Es wäre eine weitere personelle Schwächung für den TVI.

Es war auf alle Fälle eine Schwächung während der Partie gegen Münster. Denn Grimes hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon 16 Punkte erzielt, zudem vier Rebounds geholt. Unter anderem der bis dahin starke Auftritt von Grimes führte dazu, dass die Ibbenbürener das erste Viertel mit 30:21 gewannen und anschließend sogar mit 40:24 in Führung gingen. Und das, obwohl Gene Hagner wegen eines gebrochenen Daumens zuschauen musste. „Die ersten 15 Minuten waren von uns wie aus einem Guss“, freute sich TVI-Manager Tobias Hülsmeier über den starken Beginn. Bereits gegen Ende der ersten Halbzeit zeigte der UBC Münster aber, dass mit ihm noch zu rechnen ist. Mit einer 48:46-Führung ging der TVI in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel agierte Münster deutlich aggressiver und lag beim 49:48 erstmals vorn. Der TVI verzeichnete seine letzte Führung beim 53:52. Anschließend zog Münster mit einem 13:0-Lauf auf 65:53 davon, in diese Phase fiel auch die Disqualifikation von Devin Grimes. Mit einer phantastischen Zahl von insgesamt 17 erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen bauten die Münsteraner ihren Vorsprung anschließend bis auf maximal 27 Punkte aus.

Atilla Göknil, in der vergangenen Saison noch im Dress des TVI, blieb es vorbehalten, den Korb zum zwischenzeitlichen 100:81 für Münster zu erzielen, auch das passte zu diesem Derby. Das trotz der letzten Endes deutlichen TVI-Niederlage von den Zuschauern bejubelt wurde. „Die Fans sind der Wahnsinn. Selbst am Ende jubeln die noch bei jeder gelungenen Aktion. Sehr sehr stark“, so Tobias Hülsmeier nach dem Spiel.

TV Ibbenbüren: Naubert (25), Post (20), Grimes (16/1 Dreier), Reich (7), Avermann (6/2), Patte (5/1), Kosel (3/1), Fischer (2), Nienaber (2), Beuing, Westphal.

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung

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