Maikel Post und Devin Grimes schnupperten gegen Schalke an der großen Überraschung
Der Spitzenreiter wankte, aber er fiel nicht. Vier Minuten vor dem Ende der Partie waren die Regionalliga-Basketballer des TV Ibbenbüren beim Spielstand von 69:70 dran am FC Schalke 04. Letzten Endes unterlagen sie aber 72:85. Dennoch feierten die gut 900 Zuschauer in der Halle Ost die Mannschaft von Trainer Timo Völkerink, die den Klassenerhalt nach den anderen Ergebnissen des Wochenendes sicher hat. Der Coach allerdings sah die letzten Minuten des Spiels nicht mehr, denn die Schiedsrichter hatten ihn beim Spielstand von 65:68 der Halle verwiesen.
Im weiteren Verlauf der Partie schafften es die Ibbenbürener zwar noch eine Weile, dranzubleiben, beim 69:70 war es sogar nur ein Zähler Rückstand. Als dann aber auch noch Gene Hagner mit dem fünften Foul gehen musste, war die Übermacht der Profis aus Gelsenkirchen zu groß, sie zogen bis zum Ende auf 85:72 davon.
Es waren aber nicht allein die turbulenten Szenen in der zweiten Hälfte, die zur Niederlage der Ibbenbürener führten. Es war vor allem die Treffsicherheit der Gäste aus der Distanz und die schlechte Bilanz der Ibbenbürener von außerhalb der Drei-Punkte-Linie. Während Schalke von 23 Drei-Punkte-Würfen zehn traf – eine Quote von immerhin 43,5 Prozent – fanden von den 18 Ibbenbürener Versuchen lediglich drei ihr Ziel – macht eine Quote von 16,7 Prozent. „Damit kann man gegen eine Mannschaft wie Schalke nicht gewinnen“, sagte Timo Völkerink nach dem Spiel.
Der Coach attestierte seiner Mannschaft aber insgesamt eine ausgezeichnete Leistung, vor allem kämpferisch. Mit dieser Einstellung bot der TVI den Schalkern schon im ersten Viertel Paroli, das die Gäste gerade einmal mit 22:20 für sich entschieden. Vor allem das zweite Viertel war es, in dem die Gäste mit ihren Distanzwürfen glänzten. Diesen Abschnitt entschieden sie klar mit 25:16 für sich, vor allem aufgrund eines 11:0-Laufes, mit dem sie ihre Führung zwischenzeitlich von 25:24 auf 36:24 ausbauten.
Ein 8:0-Run war es, der den TVI gegen Ende des dritten Viertels wieder in die Partie brachte. Von 53:61 verkürzten sie vor der letzten Pause auf 61:63 – die Halle Ost tobte. „Da bekam schon der eine oder andere eine Gänsehaut“, so Timo Völkerink zur Atmosphäre. Das dritte Viertel gewann der TVI mit 25:16. Das letzte Viertel allerdings ging mit 22:11 an Schalke. In der Schlussphase versuchten die Ibbenbürener wieder, mit Dreiern im Spiel zu bleiben. Die allerdings fanden ihr Ziel nicht, und so gestaltete Schalke das Ergebnis deutlicher, als der Spielverlauf war.
Das fand nach dem Spiel auch Manager Tobias Hülsmeier: „Wir haben unseren Zuschauern und dem kommenden Meister gezeigt, dass der TVI sehr stark spielen kann diese Saison“, so sein Fazit. „Das war für Schalke ein sehr schwer erkämpfter Sieg. Wir gehen mit Selbstbewusstsein in die kommenden Wochen.“
TV Ibbenbüren: Naubert (18 Punkte), Chiwuzie (17), Post (13), Hagner (12/2 Dreier), Grimes (11/1), Patte (1), Avermann, Fischer, Reich, Westphal.
Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung






















