Sie haben gesucht. Lange, gründlich – und am Ende auch erfolgreich. Jetzt, wo die Vorbereitung auf die neue Saison für die Regionalliga-Basketballer des TV Ibbenbüren auf die Zielgerade geht, sorgt Teammanager Tobias Hülsmeier noch einmal für einen Paukenschlag. Am Wochenende stellte er die Neuzugänge der Ibbenbürener vor – gleich vier an der Zahl.
Ibbenbüren. Mit Jasper Chiwuzie, Atilla Göknil, Florian Avermann und Christian Dreissig wollen die TVIler das Team um ihren Star Courtney Belger verstärken, um die Klasse in der 1. Regionalliga zu halten. Vier Spieler, von denen drei schon höherklassige Erfahrung haben – der Begriff Verstärkungen scheint da zurecht verwendet.
Zum Beispiel Jasper Chiwuzie. Der 24-jährige Engländer aus Watford dürfte mit seinen 2,05 Metern und 120 kg auf der Centerposition schon eine echte Hausnummer sein. Chiwuzie hat schon zwei Spielzeiten in Deutschland hinter sich: 2012/2013 für die Itzehoe Eagles und 2011/2012 für die TSG Westerstede. Davor war er für Worthing Thunder BBL in England aktiv. Tobias Hülsmeier hält viel von dem kräftigen Mann. „Wie angekündigt wollten wir neben Waldemar Reich noch einen klassischen Center verpflichten. Diesen haben wir in Jasper gefunden“, so Hülsmeier. Chiwuzie habe bereits erste deutsche Stationen hinter sich und auch dort gute Eindrücke hinterlassen. „Im letzten Jahr war er aufgrund einer Verletzung komplett raus, wir haben ihn nach den ersten Trainingseindrücken aber gerne verpflichtet. Wenn er konditionell wieder voll fit ist, wird er in der Liga Eindruck hinterlassen“, sagt der Teammanager des TVI.
Das hat Atilla Göknil schon getan. Der 25-Jährige spielte zuletzt für den Lokalrivalen des TVI, den UBC Münster und kann mit seinen 2 Metern sowohl als Center als auch als Power Forward eingesetzt werden. „Es ist uns tatsächlich gelungen, mit Atilla den langjährigen Captain vom alten und neuen Rivalen UBC Münster zu uns zu locken“, frohlockt Hülsmeier. „Ati spielt trotz seiner erst 25 Jahre bereits sieben Jahre in der 1. Regionalliga, und genau das sieht man auch im Training, er wirkt sehr abgezockt und wird uns unterm Brett auf den Positionen 4 und 5 deutlich weiterhelfen.“
Ein interessanter Spieler ist auch der 22-jährige Florian Avermann, der zuletzt vier Jahre für den TuS Bramsche spielte. Davor war er für den Osnabrücker SC und den Osnabrücker TB aktiv. Der 1.94 Meter große Avermann wird beim TVI als Shooting Guard oder Point Guard eingesetzt werden, also auf ganz wichtigen Positionen. „Bereits im letzten Jahr wollte ich ihn zu uns holen, in diesem Jahr hat es geklappt“, freut sich Hülsmeier, dass er den Bramscher zum TVI locken konnte. „Er kommt als ganz starker Spieler zu uns und wird sich unter Timo als Coach und mit gerade einmal 22 Jahren sicherlich noch mal verbessern“, sagt der Teammanager der Ibbenbürener. „Er ist eine klare Verstärkung für das Team, macht unser Spiel variabler auf den Positionen 2 und 3.“
Noch keine Erfahrung auf dem Niveau der 1. Regionalliga hat der vierte im Bunde, Christian Dreissig, der vom Oberligisten Westfalia Kinderhaus zum TVI stößt. Vor seiner Zeit in Münster spielte der 27-Jährige allerdings bei Bayer Uerdingen unter Mladen Drijencic, dem Assistenzcoach der deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2013, in der Jugend und der 2. Regionalliga sowie Oberliga, ist also mitnichten unerfahren. „Er hat beim Osterturnier und bei den bisherigen Trainingseinheiten einen guten Eindruck hinterlassen“, lobt Tobias Hülsmeier den Neuzugang. „Er kommt aus der Oberliga, ist aber sicherlich stark genug für die 1. Regionalliga und wird dort Minuten auf den Positionen 3 und 4 sehen“, so der Teammanager weiter, also als Small Forward oder Power Forward. „Er ist quasi eine Entdeckung mit 27 Jahren.“
Damit dürften die Personalplanungen der Ibbenbürener abgeschlossen sein. Am kommenden Donnerstagabend können die vier Neuen das erste Mal in heimischer Halle „in action“ beobachtet werden. Um 20 Uhr hat der TVI in der neuen Keplerhalle das Pro A-Team von den Cuxhaven Bas-Cats zu Gast.






















