Einige Vertragsverlängerungen hat es beim Basketball-Regionalligisten TV Ibbenbüren schon gegeben, nun hat Manager Tobias Hülsmeier auch das erste neue Gesicht für den TVI vorgestellt: Max Massing kommt von den Artland Dragons.
Der Termin fängt mit dem obligatorischen Späßchen an: Die Neuzugänge des Basketball-Regionalligisten TV Ibbenbüren nennen allesamt als Beweggrund für den Wechsel, in Ibbenbüren unter dem bestaussehendsten Manager der Liga zu spielen. Dass tatsächlich die Optik von Tobias Hülsmeier entscheidend war, Max Massing zum TVI zu holen, dürfte allerdings mindestens als fraglich eingestuft werden. Er achte bei den Neuverpflichtungen allerdings darauf, dass der Spieler charakterlich in die Gruppe passe, sagt TVI-Manager Hülsmeier. Dass dieser Humor funktioniert, zeigt, dass es passt zwischen Massing und dem TVI. Mindestens für ein Jahr mit Option auf eine Verlängerung für ein weiteres.
Max Massing ist 23 Jahre alt und hat bisher bei sechs Vereinen professionell Basketball gespielt. Zuletzt also mit zwei Mal Training am Tag. Seinen Fokus, das betont Massing, will er ab sofort auf den Abschluss seines BWL-Studiums legen. Der „Halbtags-Basketball-Job“ in Ibbenbüren passe dazu perfekt. Drei Mal Mannschaftstraining, Spiel am Wochenende plus individuelle Einheiten ließen sich mit dem Studium vereinbaren. Dazu will er auch persönlich in Osnabrück Fuß fassen, wo Massing seine Präsenzveranstaltungen des Fernstudiums besucht.
„Die Lage ist perfekt, der erste Eindruck von den Leuten ist richtig gut, die Regionalliga West ist eine gute Liga“, sagt der 2,03-Meter-Mann. Außerdem habe er gehört und selbst gesehen, dass in Ibbenbüren schon mal 800 bis 1000 Zuschauer zu den Spielen kämen. „Das hatten wir in der ProB teilweise nicht“, so Massing, der den sportlichen Schritt zurück nicht als solchen sieht, weil ihm die Gesamtsituation gut schmeckt.
Zuletzt stand Massing bei den Artland Dragons in Quakenbrück unter Vertrag. „Max ist ein junger, deutscher Spieler, der hochklassig um die Ecke gespielt hat, da war es naheliegend, ihn anzusprechen“, erklärt TVI-Manager Tobias Hülsmeier die Kontaktaufnahme. Dass gemeinsame Bekannte nur gut über ihn gesprochen haben, bestätigte sein Vorhaben. „Das erste Gespräch hat drei, vier Stunden gedauert. Wir haben über alles Mögliche gesprochen und uns gut verstanden“, so Hülsmeier. Sportlich werde Max Massing dem TVI „sehr weiterhelfen“, sagt der Manager, zudem sei der gebürtige Düsseldorfer charakterlich genau der Typ, den man haben wolle. „Ich hatte auch Kontakt mit Spielern, die sportlich überragend sind, aber vom Charakter schwierig. Das hätte uns als Mannschaft zurückgeworfen“, stellt Hülsmeier noch einen Vergleich auf. „Ich würde mich freuen, wenn Max mittel- bis langfristig ein Gesicht des TVI wird.“
Massing bezeichnet sich selbst als „mobilen und athletischen Vierer“. Seine Stärke sieht er im Rebound: „Ich kann dem Team in der Defense viel bringen.“ Offensiv sei er zudem flexibel einsetzbar. „Ich kann ein bisschen von allem spielen.“ Zudem wird Max Massing schon einige Erfahrungen in die Mannschaft einbringen können, vier Mal stand er bereits in den Play-offs. „Ich weiß, worauf man achten muss, um erfolgreich zu sein. Trotz meines Alters kann ich anderen helfen, es professionell anzugehen“, so Massing. Auf die Frage, ob Tobias Hülsmeier in Massing direkt einen Führungsspieler sehe, kommt ein entschiedenes Nein. „Wir wollen eine Führungsachse, keinen einzelnen Spieler. Wir wollen mehr Tiefe, leistungsmäßig noch näher beieinander liegen. Max wird ein Leistungsträger sein, aber kein Führungsspieler. Die Ibbenbürener Fans werden viel Spaß an seiner Spielweise haben.“
Massings bisherige Stationen:
2015: Artland Dragons (ProB)
2014: EN Baskets Schwelm und BIS Baskets Speyer (beide ProB)
2013: Chemnitz 99ers (ProA)
2012: ETB Wohnbau Baskets Essen (ProA)
2011: Gloria Giants Düsseldorf (ProA)
Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung






















