Florian Avermann bezwang mit dem TVI den BSV Wulfen 78:77

Ob Pokal oder Meisterschaft, die Regionalliga-Basketballer des TV Ibbenbüren können nicht anders als dramatisch. Diese Erkenntnis blieb auch nach dem Achtelfinale des WBV-Pokals am Montagabend, in dem die Ibbenbürener gegen den BSV Wulfen einen bereits sicher geglaubten Sieg fast noch aus der Hand gaben. Mit 78:77 zitterte sich der TVI in der Halle Ost über die Ziellinie, machte die Partie dabei vollkommen unnötig spannend.

Zum Matchwinner aufseiten der Hausherren avancierte der holländische „Mailman“ Maikel Post. Vier Sekunden vor dem Ende wurde der Center von Wulfens Spanier Javier Nasarre gefoult, verwandelte dann nervenstark beide Freiwürfe zum 78:77-Endstand. Den letzten Wurf der Partie setzte Wulfens Tim Gorontzi auf den Ring, der Rest war Jubel pur. Zuvor hatte ausgerechnet Nasarre, der bis dahin nur zwei von sechs Freiwürfen getroffen hatte, die Gäste acht Sekunden vor dem Ende beim 77:76 erstmals seit der zweiten Spielminute überhaupt in Führung gebracht.

Dass es so weit kam, war allerdings völlig überflüssig. 25 Minuten lang hatte der TVI den Liga-Konkurrenten fest im Griff, kontrollierte die Bretter und ließ die gefährlichen Distanzschützen des BSV anders als bei der Ligapleite überhaupt nicht zum Zuge kommen. Co-Trainer Dennis Wesselkamp griff tief in seine Rotation und wurde nicht enttäuscht. Kai Patte, Dominic Nienaber und auch Nico Kosel nutzten ihre Chance im ersten Durchgang mit couragierten Leistungen, gingen aber in der Schlussphase gemeinsam mit dem ganzen Team des TVI fast unter. Plötzlich wollte nichts mehr funktionieren. Die Bälle wurden leichtfertig vertändelt, die Würfe fielen nicht mehr, und die Wulfener starteten angeführt vom langjährigen Zweitligaspieler Philipp Günther sowie Javier Nasarre ein nicht für möglich gehaltenes Comeback.

Dass es für die Wulfener am Ende nicht für den Erfolg reichte, war auch dem Glück und der Nervenstärke des TVI zu verdanken. Immerhin dürfen sich die Ibbenbürener nun über den ersten Viertelfinal-Einzug seit vielen Jahren freuen. Vor dem mit Spannung erwarteten Derby am kommenden Samstag gegen den UBC Münster zeigte die Wesselkamp-Fünf zudem, dass sie doch knappe Spiele für sich entscheiden kann.

TV Ibbenbüren: Grimes (15 Punkte), Naubert (14), Hagner (11), Post (11), Patte (9), Nienaber (6), Kosel (5), Reich (3), Avermann (2), Beuing (2).

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung

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