TVI-Manager “Diesel” Hülsmeier kann über die Provokationen und Verbalattacken seines Kollegen Hartmut Oehmen nur noch lächeln

Bevor am kommenden Wochenende das erste von zwei Finalspielen im WBV-Pokal ausgetragen wird, geriet schon im Vorhinein eine Menge Zündstoff zwischen die Basketball-Regionalligisten TV Ibbenbüren und Elephants Grevenbroich. In den vergangenen Wochen entwickelte sich auf der Management-Ebene eine Auseinandersetzung zwischen Hartmut Oehmen, Trainer und Manager der Elephants, sowie TVI-Manager Tobias Hülsmeier. Oehmen nutzt seitdem anscheinend jede Gelegenheit, um „Giftpfeile“ nach Ibbenbüren zu schießen.

Diese Geschichte muss chronologisch erzählt werden: Ausgangspunkt ist die Auslosung der Finalspiele im WBV-Pokal – erst in Ibbenbüren, dann in Grevenbroich und beide Spiele sollten zwischen Montag, 14. März, und Sonntag, 20. März stattfinden. Dass die Elephants zum ersten Spiel unter der Woche nach Ibbenbüren kommen sollten, passte Hartmut Oehmen gar nicht. Hülsmeier schlug vor, zu tauschen. Der TVI käme wohl unter der Woche nach Grevenbroich, das zweite Spiel könne dann am Sonntag in Ibbenbüren gespielt werden.

Der Elephants-Manager fühlte sich durch dieses Angebot allerdings angegriffen, bezeichnete es Hülsmeier gegenüber in E-Mails zuerst als „Scherz“, später als „dumm-dreiste Provokation“ und unterstellt, den TVI interessierten die eigenen Fans nicht, „was die Anwesenheit bei der ersten Finalteilnahme der Vereinsgeschichte anbetrifft“ (Mails liegen der Redaktion vor). Diesen Vorwurf ließ sich der TVI-Manager, der die TVI-Fans als „die besten der Liga“ bezeichnet, nicht gefallen und teilte seinem Amtskollegen seine Sicht der Dinge deutlich mit: „Wir leben unser Motto [B]all together und werden unsererseits sowohl unsere Spieler wie auch unsere Fans motivieren können, die Reise mit zu machen.“

Eine Rolle spielte dabei auch das Gastspiel der Grevenbroicher im Liga-Hinspiel in Ibbenbüren. Hülsmeier schickte Oehmen das Video mit, auf dem zu sehen ist, wie er TVI-Spieler Devin Grimes während des Spiels ein Bein stellt, und bat seinen Grevenbroicher Amtskollegen um einen „sportlicheren Grundton“. Dass ein Trainer einem Spieler nachweislich im Spiel ein Bein stellt, ist ohnehin als grobe Unsportlichkeit zu werten. Hartmut Oehmen brachte das offenbar völlig auf die Palme, er attestierte Oehmen dem TVI-Manager dann sogar eine „Oehmsche Manie“.

Der schrieb in einer Antwortmail ironisch von seiner Jahre währenden Bewunderung für Oehmen. „Ich bewundere dich seit 2009, wo ich Dich in der Castingshow ‚Giulia in Love‘ erstmals gesehen habe.“ Dort ist Grevenbroichs Manager der selbst ernannte „Bad Boy“ gewesen. Hülsmeier weiter: „Unser erstes persönliches Aufeinandertreffen in der kleinen Kepler-Halle in Ibbenbüren war für mich ein lang ersehnter Höhepunkt meines bisherigen Lebens. Ich war richtig nervös. Schwer war es für mich besonders, da ich mir seit 2009 auch dieses ‚Bad Boy-Image‘ zugelegt habe. Ich durfte also auf keinen Fall zeigen, wie nervös ich bin. Das Shakehands mit dir war der Wahnsinn, innerlich ging mein Herz auf.“ Auf diese Mail und den ersten Gegenwind aus Ibbenbüren fand Oehmen dann keine passende Antwort mehr.

Die Pokalfinals wurden indes terminiert: Sonntag, 13. März, in Ibbenbüren und Sonntag, 20. März, in Grevenbroich. Grund für die Verzögerung war die Abstimmung mit der ISV, die vier Handballspiele am Sonntag von der Ost- in die Kepler-Halle gelegt hat. „Dafür einen Riesendank an die ISV und vor allem Uwe May“, so Hülsmeier.

„Hartmut Oehmen ein Bein stellen“

TVI-Manager Tobias Hülsmeier stellte mit Blick auf das Liga-Hinspiel die Endspiele unter das Motto „Hartmut Oehmen ein Bein stellen“. Oehmen selbst ließ vor und nach dem jüngsten Regionalliga-Vergleich keine Gelegenheit aus, gegen den TVI zu wettern. Der Neuss-Grevenbroicher Zeitung erzählte er, die „Truppe aus dem Tecklenburger Land ist ganz und gar nicht auf Sympathiewerte aus“ und bezeichnet den TVI aus „igelig“. Er wird zitiert mit: „Da brauchst du gute Schiedsrichter.“ Diejenigen vom vergangenen Wochenende seien „für diese hitzigen Partien sicher nicht die richtige Wahl“, heißt es in der Zeitung. Hülsmeier meint, dass Oehmen damit einzig die Schiedsrichter im Vorhinein beeinflussen wollte, „aber in einer sehr rücksichtslosen Art und Weise“.

Auf der Facebook-Seite der Elephants Grevenbroich ist immer wieder die „körperliche und harte Gangart“ des TVI ein Thema. Hartmut Oehmen hatte „ein, zwei Aktionen der Gäste, die man definitiv mit einem unsportlichen Foul hätte ahnden müssen“, erkannt, zudem „diverse verbale Provokationen“. Auf die gleiche Weise wird im öffentlichen Forum zur Basketball-Regionalliga (www.schoenen-dunk.de) diskutiert. Hartmut Oehmen postet da unter seinem bekannten Profil „teamsport-24-7“. Dass Oehmen auch Verfasser der Beiträge seines zweiten Accounts „BB_Ref“ ist und sich die Bälle selbst zuspielt, gilt als offenes Geheimnis.

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