Mit viel Freude und Eifer waren die Kids bei der Sache

Dribbeln mit Brille, Dribbeln mit Sticks, dazu Leben wie ein Profi – Ein voller Erfolg war das erste SKLZ-Basketball-Camp, das von Dienstag bis Donnerstag in der Keplerhalle Ibbenbüren durchgeführt wurde. Head-Organisator und Bundesliga-Profi Flavio Stückemann hatte das dreitätige Camp bis ins Detail durchgeplant, von morgens bis abends hatten die zehn bis 16jährigen Mädchen und Jungen ein straffes Programm mit mehreren Trainingseinheiten, übernachtet wurde in der alten Keplerhalle, auch das Catering war perfekt organisiert.

Nach einigen kleineren Schwierigkeiten im Vorfeld zog Stückemann, erstmals Head-Coach solch eines Camps, ein rundum positives Fazit: „Ein super Start, eine super Erfahrung, dazu ganz tolle Mädchen und Jungen. Es wird eine Fortsetzung im kommenden Jahr geben, wir wollen das Projekt am Leben halten.“ Den Tagesablauf hatte Stückemann so strukturiert, wie er ihn aus seinem Profi-Alltag kennt: „Das war mir wichtig, die Kids sollen sehen wie ein Basketball-Profi lebt.“

Nach einem morgendlichen Lauf standen in der Regel zwei bis drei Einheiten auf dem Programm, wobei der Head-Coach dort vor allem auf die offensiven Fähigkeiten Wert legte. „Wir haben sehr viel individuell gearbeitet, es ging um Tipps und Kniffe zur Lösung von Spielsituationen“, dankte der Head-Coach auch den weiteren Trainern Mathis Mönninghoff, Petrit Bytyqi, Dennis Wesselkamp, Florian Avermann und Timo Völkerink für die tolle Unterstützung. Schwer begeistert zeigten sich auch die Camp-Teilnehmer. „Es macht unglaublich viel Spaß, ich habe in drei Tagen hier mehr gelernt als in einem Jahr im Verein“, lobte der elfjährige Till Stückemann, der extra aus Osnabrück angereist war. Ähnlich sah es der 14jährige Malte Wilken aus der Jugend des gastgebenden TV Ibbenbüren: „Einfach eine verdammt coole Veranstaltung. Man lernt so viel, super hier in Ibbenbüren mit Profis zu arbeiten.“

Ein besonderes Leckerbissen hatte sich Flavio Stückemann jeweils für das Abendprogramm ausgedacht, mit Martin Rietsch war der Fair-Play-Preis-Träger des Deutschen Sports (verliehen vom DOSB, dem Innenministerium und dem Verband deutscher Sportjournalisten) aus dem Jahre 2014 zu Gast in Ibbenbüren, um seine Kampagne „Against racism – for a better tomorrow“ vorzustellen. Tief beeindruckt lauschten die Camp-Teilnehmer den Ausführungen Rietschs, der in seiner Kindheit selber Erfahrungen mit Drogen, Gewalt und Rassismus gemacht hatte und sich nun im Kampf gegen diese Problemfelder auf der ganzen Welt stark macht. „Er hat das sehr authentisch und real rübergebracht, die Kinder waren fasziniert“, lobte auch Stückemann den Vortrag von Rietsch, den er auf einer Charity-Gala kennengelernt hatte.

Der Kontakt zu Stückemann selber wurde vom Coaching-Gespann des TVI-Regionalliga-Teams Dennis Wesselkamp und Timo Völkerink hergestellt. „Sehr gute Freunde von mir, wir sind zusammen mit fünf Jahren angefangen Basketball zu spielen“ (Stückemann). Derzeit ist der athletische Flügelspieler vereinslos, nachdem er in der vergangenen Spielzeit für den Bundesligisten Eisbären Bremerhaven aufgelaufen war. „Ich halte mich beim TVI fit und suche nach der für mich passenden Situation für die Zukunft“, sagt der 30jährige Stückemann. Während seiner Zeit bei Rasta Vechta, gekrönt mit dem Bundesliga-Aufstieg 2013, hatte er ein dreijähriges duales Studium absolviert. „Das empfehlt ich jedem Jugendlichen, der eine Profi-Laufbahn anstrebt. Das reale Leben fängt erst nach der Basketball-Karriere an“, hält Flavio Stückemann auch Ausschau nach einer beruflichen Perspektive.

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung

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