Romello Steffen ging erneut mit Einsatzbereitschaft voraus, hatte aber kein glückliches Händchen von außen

„Für diese Leistung müssen wir uns bei den Fans entschuldigen.“ Coach Christian Beuing sprach nach der enttäuschenden 69:78-Heimpleite der AOK Ballers Ibbenbüren im Verfolgerduell der Regionalliga West am Samstagabend Klartext. 708 Besucher in der erneut sehr gut gefüllten Halle Ost sahen eine TVI-Mannschaft, die all ihre Stärken vermissen ließ und sich ein wahres Fehlwurf-Festival von jenseits der 6,75 Meter-Linie leistete. Fast schon peinliche fünf von 35 Dreier-Versuchen fanden am Ende nur den Weg ins Ziel.

Personal: Simon Dolkemeyer (muskuläre Probleme) musste ebenso erneut passen wie Thies Fischer (privat verhindert). Die beiden U18-Akteure Malte Wilken und Jens Höltken rückten in den Kader, blieben aber ohne Einsatzminuten.

Spielverlauf: In den ersten 20 Minuten lief wie schon im Pokalspiel gegen Recklinghausen und über die komplette Dauer gegen Salzkotten offensiv nicht zusammen. Vor allem im Set-Play agierten die AOK Ballers viel zu statisch, fanden überhaupt keine Lösungen Center Benjamin Fumey ins Spiel zu bringen. 17:18 hieß es nach dem ersten Viertel, 34:43 zur Pause. In der Kabine wurde Coach Beuing richtig laut, im dritten Viertel steigerte sich der TVI. Die Zuschauer waren nun hellwach und bereit ihr Team nach vorne zu peitschen, das bis zum Schlussviertel ausglich (56:56). Doch das letzte Viertel war ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Zahlreiche Fehlwürfe von der Dreierlinie und unnötige Ballverluste prägten den ideenlosen Auftritt der Gastgeber, die am Ende verdient mit 69:78 den Kürzeren zogen.

Das sagt Coach Christian Beuing: „Für diese Leistung müssen wir uns als Team und ich mich als Trainer bei den Fans entschuldigen, das war einfach nur enttäuschend. Wir haben heute vielleicht zwei Minuten lang das gezeigt, was wir eigentlich können. Die erste Halbzeit war ein Copyright vom Pokalspiel, keine Einstellung, keine Körpersprache.“

Das sagt Manager „Diesel“ Hülsmeier: „Mit einer solchen Wurfquote und so vielen Ballverlusten kann man kein Spiel gewinnen. Haspe gewinnt hier verdient, allerdings schlagen wir uns alleine. Jetzt müssen wir in Düsseldorf eine Reaktion zeigen.“

AOK Ballers: Lewis (10), Boahene (2), Tahraoui (27), Zemhoute (5), Treichel (2), Steffen (8), Avermann (0), Patte (0), Fumey (15) Wilken (dnp), Höltken (dnp), Sommerhage (0)

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