Center Waldemar Reich will mit dem TVI gegen Grevenbroich überraschen

„Es ist an der Zeit, unsere Zuschauer für die überragende Stimmung und die Treue in der bisherigen Saison zu belohnen.“ Timo Völkerink, Trainer des Basketball-Regionalligisten TV Ibbenbüren, hofft nach zuletzt drei Heimpleiten in Serie gegen vermeintliche Teams auf Augenhöhe auf ein Ende des Heimfluchs. Am Samstagabend um 19 Uhr geht es für die Völkerink-Fünf in der heimischen Halle Ost wieder gegen eines der Schwergewichte der Liga: die Elephants Grevenbroich.

Nach einem eher schwächeren Saisonstart und einigen personellen Veränderungen ist einer der großen Titelfavoriten ausgerechnet in den vergangenen Wochen in die Erfolgsspur zurückgekehrt. „Wir sind klarer Außenseiter. Wer etwas anderes sagt, hat keine Ahnung“, sieht Völkerink die Rollen klar verteilt. Auch der Trend spricht eindeutig für den Gegner, fünf Niederlagen in Serie haben beim TVI Spuren hinterlassen. „Die Gefahr, dass schlechte Stimmung aufkommt, besteht immer, aber die Situation kommt für uns nicht überraschend und war immer absehbar.“ Gerade die zusätzlichen Ausfälle von Marcel Kosiol und Simon Dolkemeyer, die auch heute Abend fehlen werden, haben die personellen Planungen auf den so wichtigen großen Positionen durcheinandergewirbelt. „Das sind immer neue Rückschläge, die wir auffangen müssen“, sagt Völkerink, dem im Vergleich zum Vorjahr mittlerweile sechs absolute Leistungsträger fehlen.

Jammern will der so engagierte Trainer aber nicht, vielmehr gilt seine volle Konzentration der heutigen Aufgabe. Nach einer intensiven Trainingswoche und ausführlichem Studium des Gegners weiß der TVI-Coach, worauf es ankommt. „Grevenbroich hat zehn absolute Top-Spieler und Scoring-Optionen in seinen Reihen, wir spielen aber mit nur einem Ball“, hofft er ein wenig, dass sich die Gäste selber im Wege stehen. Zuversicht schöpft er auch aus dem Auftritt der vergangenen Woche, als die Ibbenbürener beim Tabellenzweiten FC Schalke 04 35 Minuten lang führten und die bessere Mannschaft waren. „Genau mit dieser Intensität und Leidenschaft müssen wir auch heute agieren, dann ist immer etwas möglich“, glaubt er durchaus an die Überraschung.

Aufpassen müssen die Gastgeber vor allem auf Grevenbroichs US-Boy Terrence Williams, den kroatischen Scharfschützen Marko Boksic, den athletischen Litauer Dainius Zynklis oder die zweitligaerfahrenen Lennart Jördell, Farik Sadek und Nick Larsen. Zuletzt bezwangen die Elephants die Telekom Baskets Bonn mit 85:81, davor beeindruckten sie mit einem 92:61-Erfolg bei der SG Sechtem. „Wir können völlig befreit aufspielen, es ist noch ein sehr langes Jahr“, ist für Völkerink selbst bei einer erneuten Niederlage noch nichts entschieden.

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung

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