Thies Fischer stimmt das “Mausoleum” an, das Ende von 40 Minuten Gänsehaut-Stimmung beim 90:81-Erfolg in Münster

Es war wieder einer dieser Basketball-Abende, den alle Beteiligten so schnell nicht vergessen werden und der symbolisch dafür ist, warum sich die AOK Ballers Ibbenbüren im Tecklenburger Land einer immer größeren Beliebtheit erfreuen. Rund 900 Besucher in der Münsteraner Unihalle, darunter 200 lautstarke TVI-Fans, erlebten am Samstag eine echte Sensation. Mit 90:81 entschieden die AOK Ballers das große Derby beim Spitzenreiter und Top-Favoriten auf den Zweitliga-Aufstieg, den WWU Baskets Münster, für sich und feierten noch minutenlang nach Spielende diesen denkwürdigen Triumph. Thies Fischer stimmte das „Mausoleum“ an, der 9. Sieg in Serie sorgte für Begeisterung auf allen Ebenen.

Personal: Benjami Fumey und Albert del Hoyo, die beide die komplette Trainingswoche aussetzen mussten, bissen auf die Zähne und liefen im Derby auf, so dass Coach Pohlmann auf den ganzen Kader zurückgreifen konnte.

Spielverlauf: Wie von Marc Pohlmann waren die Ibbenbürener von der ersten Minute an hellwach und agierten auf höchsten Leistungslevel. Vor allem defensiv hatte das Trainerduo Pohlmann/Beuing seine Schützlinge perfekt eingestellt, mit den ständig variierenden Verteidigungsvarianten kamen die Gastgeber überhaupt nicht zurecht. 25:22 führte der TVI nach dem ersten Viertel, baute diese Führung bis zur Pause auf 46:35 aus. Kurz vor Ende des dritten Viertels musste dann Center Maikel Post mit einem zweifelhaften zweiten Unsportlichen Foul die Halle verlassen, Münster verkürzte auf 56:63. Trotz der hohen Foulbelastung blieben die Gäste jedoch cool, Denzel Johnson stellte drei Minuten vor dem Ende auf 79:66. Alles schien entschieden, doch der Spitzenreiter schlug zurück. Urplötzlich fielen die Distanzwürfe der WWU Baskets, der TVI schloss vorne zu hektisch ab. 1:11 Minute vor dem Ende verkürzte Münster auf 78:79, die Unihalle tobte. Genau in diese Aufholjagd hinein kassierten die Gastgeber dann jedoch ein technisches Foul, das Ende des Momentums und der endgültige Durchbruch für die AOK Ballers, die sich im Bad der Menge feiern ließen. 

Das sagt Coach Marc Pohlmann: „Als erstes ein großes Dankeschön an unsere unglaublichen Fans! Das war einfach der Wahnsinn! Wir haben über weite Strecken eine sehr gute Leistung gezeigt gegen eine Topmannschaft der Liga. Wir haben durch die Unterstützung unserer Fans mit einem sehr hohen Energielevel gespielt und in den entscheidenden Phasen kühlen Kopf in diesem Hexenkessel bewahrt. Ein absoluter Teamerfolg und ein Sieg für die Fans.“

Das sagt Manager „Diesel“ Hülsmeier: „Ein sensationeller Sieg gegen den haushohen Favoriten aus Münster. Was soll ich sagen? Einfach geil, unsere Fans waren so laut wie rund 700 Münster-Fans. Heimspiel-Atmosphäre, Derbysieger!“

AOK Ballers: Johnson (24), Post (5), del Hoyo (18), Zemhoute (13), Lennartz (0), Freimuth (dnp), Avermann (5), Patte (0), Fumey (18), Nienaber (3), Dolkemeyer (4), Ossowski (dnp)

 

 

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