Timo Völkerink erklärt seiner Mannschaft im Time-Out, welche Spielzüge nun anstehen.
Wieder gab es am Samstagabend keine Punkte für den Basketball-Regionalligisten TV Ibbenbüren. Mit einem knappen 79:81 verlor die Völkerink-Fünf das Heimspiel gegen den TV Salzkotten vor 506 Zuschauern in der Halle Ost.
IBBENBÜREN. Wieder eng, wieder spannend bis zum Schluss, wieder knapp verloren, wieder richtig ärgerlich. Basketball-Regionalligist TV Ibbenbüren unterlag im Heimspiel vor 506 Zuschauern dem TV Salzkottten mit 79:81. Den entscheidenden Korb schaffte der TVI-Gegner genau 7,8 Sekunden vor Spielende. Den letzten Angriff brachte der TVI in der verbleibenden Zeit nach einer Auszeit nicht im Korb unter. Die Enttäuschung über die erneute knappe Niederlage verbarg TVI-Coach Timo Völkerink nicht: „Da gibt es nichts dran schön zu reden. Klar, könnten wir sagen, dass uns auch das Glück fehlt. Aber wir verlieren unsere Heimspiele gegen Sechtem, Wulfen und Salzkotten alle auf die gleiche Art und Weise.“
Dabei hatte der heimische Regionalligist zu Spielbeginn noch ein Ass im Ärmel: Der angekündigte Neuzugang, der den Kaderplatz von Flavio Stückemann einnehmen wird, stand am Samstagabend schon auf dem Court. Devin Grimes heißt der Neue in Ibbenbüren, ein US-Amerikaner, der zuletzt in Großbritannien aktiv war bei den Manchester Giants. Anfang der Woche wird Grimes offiziell vorgestellt. Was er in der Halle kann, deutete er gegen Salzkotten gleich mal an: Mit 23 Punkten war Grimes bester Scorer des TVI.
Zu Spielbeginn drohte das Pendel wieder deutlich für den Gast aus Salzkotten auszuschlagen, das erste Viertel gewann das Team mit 25:17, zur Pause blieb der Abstand etwas gleich und der TVS führte mit 42:35. Zehn Punkte war der größte Vorsprung von Salzkotten. Das allerdings beunruhigte Völkerink noch nicht. „Das waren ja nur kleinere Läufe, mit höchsten zehn Punkten Rückstand. Das passiert. Das ist Basketball, da brauchen wir uns nichts vormachen“, so der Coach.
Was ihm allerdings überhaupt nicht gefiel, war, wie sein Team den Salzkottener „Ami“ Darnell Martin verteidigte. Der schaltete und waltete in Halbzeit eins teilweise, wie er wollte und scorte bärenstarke 25 Punkte, holte zehn Rebounds. „Das sind Stats, wenn man damit ein Spiel beendet, kann man sagen, dass man eine gute Partie gemacht hat“, haderte Völkerink.In den zweiten zwanzig Minuten hatten die Ibbenbürener ihn dann deutlich besser im Griff. Nur noch acht Punkte kamen von Darnell hinzu, außerdem sieben weitere Rebounds. „Da mussten wir was verändern. Alles kann man auch nicht verteidigen, dafür macht er zu verrückte Dinge“, so Völkerink.
Der TVI legte direkt nach der Pause wieder einmal eine Schippe drauf. Mehr Emotionen, mehr Tempo schienen die Ibbenbürener in die Partie zu bringen, und vor allem trafen sie einfach mehr. Beim 55:54 führte der TVI zum ersten Mal, die höchste Führung betrug sechs Punkte. Nach dem dritten Quarter lag der TVI 65:63 in Führung, absetzen konnte er sich danach aber auch nicht deutlich genug.
Dann kam die Schlussphase, die „Crunchtime“, Salzkotten blieb immer wach, Ibbenbüren hielt dagegen, der Gast hatte mehr Glück und machte den entscheidenden Punkt. 7,8 Sekunden vor dem Ende. Nach dem Spiel lief „Steh‘ auf, wenn du am Boden bist“ von den Toten Hosen in der Halle Ost. Zumindest, was die Enttäuschung angeht, waren das wohl einige beim TVI.
TV Ibbenbüren: Grimes (23), Hagner (14), Dolkemeyer (14), Post (10), Naubert (7), Fischer (6), Avermann (3), Reich (2), Patte, Beuing, Kosel (dnp).
Quelle: IVZ






















