Die SWAP Ballers wollen Münster als Team schlagen

Es ist das letzte Heimspiel der Saison, es ist das erste Regionalliga-Derby gegen den UBC Münster in Ibbenbüren seit fast 30 Jahren und es geht für beide Mannschaften um alles. Spannender und dramatischer hätte es selbst Alfred Hitchcock in seine besten Zeiten nicht formulieren können, am Samstagabend um 19.30 Uhr kommt es in der Regionalliga-West zum großes Showdown zwischen den SWAP Ballers Ibbenbüren und dem UBC Münster. Ausgetragen wird das Duell der früheren Rivalen in der neuen Keplerhalle, die erstmals nach monatelanger Pause wieder bespielbar ist.

 

Wie ist die Ausgangslage: Die SWAP Ballers Ibbenbüren rangieren aktuell punktgleich mit dem BSV Wulfen auf Rang Elf der Tabelle, der am Ende den sicheren Klassenverbleib bedeuten würde. Dabei haben die Ibbenbürener den besseren direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit entscheidet. Wulfen empfängt die Giants Düsseldorf, „erst wenn Wulfen auch dieses Spiel gewinnt, beschäftigen wir uns mit dieser Thematik“, gilt die volle Konzentration von TVI-Coach dem Derby. Für die Gäste aus Münster geht es ebenfalls ums Ganze. Punktgleich mit den Rheinstars Köln ist der UBC Tabellenzweiter, wurde in der Vorwoche nach Monaten an der Tabellenspitze abgelöst. Der direkte Vergleich zwischen Münster und Köln ist genau gleich, so dass am Ende die Korbdifferenz möglicherweise das Titelrennen entscheidet. Der UBC muss das heutige Derby also nicht nur gewinnen, sondern auch noch möglichst hoch gewinnen.

 

Wen gilt es beim UBC zu beachten: „Für mich ist Münster das mit Abstand kompletteste Team der Regionalliga. Sie spielen schon sehr lange zusammen, haben einen unglaublichen Teamspirit. Wenn es jemanden herauszuheben gilt dann sicherlich den US-Amerikaner Dallis Johnson und Jan König, der aus dem Jugendprogramm des Bundeligisten EWE Baskets Oldenburg stammt“, sagt Timo Völkerink. Dabei vergessen hat er den zuletzt glänzend aufspielenden gebürtigen Kanadier Konrad Tota.

 

So lief das Hinspiel: Mehr als 100 mitgereiste TVI-Fans sorgten für Heimspielstimmung in der alt ehrwürdigen Münsteraner Unihalle. Wirklich helfen konnten sie ihrem Team nicht, der UBC war eine Nummer zu groß und siegte am Ende klar mit 89:64.

 

Der Faktor Keplerhalle: Für Timo Völkerink kann er ein ganz entscheidender werden. „Mit unseren tollen Fans im Rücken treten wir ganz anders auf als auswärts, der sechste Mann kann heute Abend unglaublich wertvoll werden.“ Zudem ist es die Rückkehr in die Trainingshalle des TVI, auch das ist sicherlich kein Nachteil.

 

Was spricht noch für den TVI: Nach der peinlichen Pleite in Schalke folgte die richtige Reaktion in Form eines Sieges gegen die Euskirchen Baskets, nun ist die Ausgangslage ähnlich. Vor Wochenfrist setzte es ein Debakel bei der BSG Grevenbroich, „darauf wollen wir wieder die passende Antwort geben, heute wird sich der Charakter der Mannschaft zeigen“, setzt Völkerink auf Leidenschaft und Engagement.

 

Wie sieht es personell aus: Durchwachsen trifft es gut. Marcel Kosiol (Rücken) hat zwar erste Trainingsversuche unternommen, fällt aber genauso definitiv aus wie Waldemar Reich (Studium). Nicht gut sieht es auch bei Patrick Olliges aus, „Tendenz eher nein“, rechnet Timo Völkerink nicht mit einem Comeback des so wichtigen Flügelspielers.

 

War sonst noch was: Die Keplerhalle wird aus allen Nähten platzen, auch zahlreiche UBC-Fans werden sich auf den Weg nach Ibbenbüren machen. Karten gibt es nur an der Abendkasse, die Verantwortlichen des TVI empfehlen dringend eine frühe Anreise.

 

Unser Tipp: Das Derby hält alles was es verspricht, nach einem packenden Spielverlauf gelingt den SWAP Ballers die Sensation, mit einem 82:80-Erfolg machen sie einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt. „Derbys haben ihren ganz eigenen Charakter, darauf bauen wir“, glaubt auch der Coach an die Sensation.

 

SWAP Ballers Ibbenbüren: Belger, Avermann, Olliges, Göknil, Chiwuzie, Reich, Joachim, Kosel, Patte, Dolkemeyer, Westphal, Beuing.

 

UBC Münster: Hartmann, Henrichs, Tota, Johnson, Touray, Narendorf, Placke, Reckinger, von Hildebrandt, J. König, A. König.

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