Simon Dolkemeyer (91) spielt bisher eine starke Saison

Es ist eine der undankbarsten Auswärtsaufgaben der Regionalliga-Saison, die am Samstagnachmittag auf die Basketballer des TV Ibbenbüren wartet. Am Samstagnachmittag um 16.30 Uhr gastiert die Völkerink-Fünf bei der Bundesliga-Reserve der Telekom Baskets Bonn.

Die Bonner sind daheim eine echte Macht, fügten vor heimischem Publikum dem Spitzenreiter UBC Münster die bislang einzige Saisonniederlage zu und fertigten zuletzt den BSV Wulfen mit 20 Zählern Differenz ab. „Unheimlich schwer zu spielen, wir fahren als absolut krasser Außenseiter nach Bonn“, schätzt TVI-Coach Timo Völkerink die Situation realistisch ein.

Bei der bitteren 75:80-Heimpleite zuletzt gegen Sechtem wurde zudem deutlich, wie sehr in entscheidenden Phasen Ex-Bundesligaprofi Flavio Stückemann fehlt. „Sein Fehlen ist so schmerzhaft, das können wir nicht auffangen. Drei Spiele ohne ihn zu gewinnen, ist schon überragend.“ Ebenfalls deutlich wurden die Probleme im Spiel der Ibbenbürener, wenn es von außen nicht läuft. „Wir sind spielerisch an unsere Grenzen gestoßen. Mit Flavio fehlt einer der wenigen Spieler, die selbst kreieren können“, sagt der Trainer.

Nach nunmehr sechs gespielten Partien und einer ausgeglichenen Bilanz zeichnet sich auch das ab, was Völkerink vor der Saison erwartet hat: „Die Liga ist so brutal ausgeglichen, für uns geht es nur darum, den Abstand nach unten zu wahren“, warnt er vor übertriebener Erwartungshaltung. Am Ende sei es für viele Teams der entscheidende Faktor, „wie gesund man durch die Saison kommt – und das ist Glück oder Pech“, so Völkerink. Neben Stückemann drohen dem TVI am Samstag weitere Ausfälle, gleich sechs Akteure fehlten im Training aufgrund einer kursierenden Grippewelle, am heftigsten erwischt hat es Marcel Kosiol und Waldemar Reich. „Bei wem es dann reicht, kann ich nicht sagen“, wird Völkerink den Kader erst am Spieltag bestimmen.

Was ihn in Bonn erwartet weiß er dagegen genau, im Videostudium hat er die Baskets genau unter die Lupe genommen und war beeindruckt, vor allem vom Amerikaner Gerald Beverly. „Wahnsinn, was der spielt. Für mich das Beste, was ich in dieser Liga bislang gesehen habe“, sagt Völkerink über den Musterathleten, der für die Profimannschaft der Bonner als siebter US-Boy im Eurocup auflaufen wird. Mit Patrick Reusch haben die Gastgeber zudem einen „richtig starken Spielmacher, der schon im Vorjahr zweimal gegen uns dominiert hat“, erinnert sich der TVI-Coach nur ungern an die beiden Pleiten aus der Vorsaison.

Consent Management mit Real Cookie Banner