US-Boy Courtney Belger im Interview
Nun ist es raus – Courtney Belger verlässt den Basketball-Regionalligisten TVI. Wohin genau, wird noch bekannt gegeben, für uns hat der US-Amerikaner, der in den vergangenen zwei Jahren Dreh- und Angelpunkt im Spiel des TV Ibbenbüren war, seine Zeit in der Bergmannstadt schon mal bilanziert.
Courtney, warum haben Sie sich entschieden, Ibbenbüren zu verlassen?
Courtney Allen Belger: Nur, um auf einem höheren Level zu spielen. Wenn ich letztes Jahr ein bisschen besser hätte spielen und uns weiter nach oben bringen können, dann wäre ich sicher geblieben.
Ist Ihnen die Entscheidung leicht gefallen, oder mussten Sie sich sehr quälen?
Belger: Es war eine schwierige Entscheidung, die mich den ganzen Sommer belastet hat. Ich habe es lieber, wenn ich weiß, wie es weitergeht und wo ich nächstes Jahr spiele, und das hatte ich in diesem Sommer nicht. Ich wollte gerne höher spielen, wusste aber auch, dass ich ein gutes Umfeld in Ibbenbüren hatte und ich wollte nächste Saison besser spielen, um der Stadt mehr zu zeigen. Es ging hin und her in meinem Kopf.
Können Sie Ihre Zeit hier in drei Sätzen zusammenfassen?
Belger: Meine Zeit hier war großartig. Ich hatte alles, was ein Spieler haben muss, von netten Menschen um mich herum bis hin zu einer sehr guten Organisation, die versucht hat, mich so fühlen zu lassen, als ob ich zu Hause wäre. Ich glaube, ich habe mich als Mensch und Spieler weiterentwickelt, was schön ist.
Was war der emotionalste Moment Ihrer Zeit hier?
Belger: Als wir in meiner ersten Spielzeit die Meisterschaft gewonnen haben. Es ist ein großartiges Gefühl, am Saisonstart ein Ziel zu setzen und es am Ende zu erfüllen. Für mich war es mehr als einfach nur eine Meisterschaft, denn Diesel und der TVI haben mir eine Chance zu spielen gegeben, als es kein anderer wollte. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.
Was hat bei Ihnen den größten Eindruck hinterlassen?
Belger: Als Osnabrück, die Mannschaft meiner Freundin, die jeder auf dem letzten Platz der Liga erwartet hatte, eine Serie hinlegte und am Ende Dritter wurde. Das war in dem Jahr, bevor ich hier spielte.
Haben sich irgendwelche Freundschaften gebildet, die auch halten, wenn Sie nicht mehr hier spielen?
Belger: Ich habe viele Freundschaften geschlossen, die ein Leben lang halten. Das ist eben der Charakter des TVI, eine echte Familie. Mit meiner Gastfamilie, den Ossowskis habe ich regelmäßig Kontakt und werde sie auch besuchen. Jakob Freimuth besucht mich gerade hier in den Staaten und ich werde versuchen, den Sommer über mit Timo und den Spielern in Kontakt zu bleiben. Das gilt natürlich auch für die nächste Saison. Das ist nur ein Beispiel, wie nahe sich Menschen in nur zwei Jahren kommen können.
Was werden Sie von Ibbenbüren am meisten vermissen?
Belger: Das Leben hier. Ich hatte wahrhaftig, den Lebensstil, von dem ich als Junge geträumt habe. Professionell Basketball spielen mit unbeschränkten Hallennutzungsmöglichkeiten und guten Menschen um mich.
Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung






















