Schon in der vergangenen Woche hat Basketball-Regionalligist TV Ibbenbüren die Verpflichtung des US-Amerikaners Bobby Naubert bekanntgegeben. Anfang der Woche war Naubert in Ibbenbüren und hat sich auch in der IVZ-Redaktion vorgestellt.

Der Mann ist nett. Er ist offen, er lacht laut los, hält sich nicht zurück, ist gar nicht schüchtern. Er redet frei raus, erzählt viel, macht Späße mit. Und er ist gar nicht mal so groß – zumindest nicht für einen Basketballer – 1,78 Meter. Das macht aber nichts, durchsetzen könne er sich schon, sagt er. Die Rede ist von Bobby Naubert, Neuzugang aus den USA beim Regionalligisten TV Ibbenbüren.

Wobei, „aus den USA“ ist nicht ganz richtig, denn eine Station hat Naubert in Deutschland schon auf seiner Liste: Vom TuS Bramsche wechselt er aus der 2. Regionalliga nach Ibbenbüren. „Wir haben einige Spiele von Bramsche gesehen, am Ende der Saison war er auch noch drei Mal bei uns im Training“, betont TVI-Teammanager Tobias Hülsmeier, dass man schon genau darauf geachtet habe, wen man holt.

Auffällig sind noch zwei weitere Dinge: Bobby Naubert ist ehrgeizig. „Ich möchte für unser Team die Liga gewinnen“, sagt er und erzählt, dass er dafür in den vergangenen vier Monaten, die er zu Hause in den USA verbracht hat, hart trainiert habe. Und Bobby Naubert ist ein absoluter Teamplayer. „Ich möchte alles dafür tun, dass das Team gewinnt.“ Er setzt sich zwar auch persönliche Ziele, doch auch die kann er nicht allein erreichen: „Ich möchte eine gute Saison spielen und als Pointguard meine Mitspieler einsetzen.“ Zehn Assists pro Begegnung peilt Naubert beim TVI an.

Der Vergleich liegt nahe mit Courtney Belger, dessen Nachfolger Bobby Naubert praktisch ist. Belger war der Topspieler des TVI in den vergangenen beiden Spielzeiten und ist nun in die ProB gewechselt. „Das ist aber überhaupt keine Bürde für Bobby. Er hat einen ganz anderen Spielstil als Courtney. Bobby ist ein reiner Aufbauspieler und wird seine Mitspieler noch besser in Szene setzen“, weiß Hülsmeier. Und auch Naubert selbst sagt: „Courtney ist ein großartiger Spieler und auch ein netter Mensch, ich habe ihn ja kennengelernt. Aber ich werde nicht versuchen, ihn zu kopieren, ich werde mein Spiel spielen und hoffe, dass es genauso gut klappt.“

Nach der ersten Sichtung sagte TVI-Trainer Timo Völkerink zu Teammanager Tobias Hülsmeier interessanterweise, dass er nicht glaube, dass Naubert „der Richtige“ sei. Dann aber hat Naubert mittrainiert und Völkerink sah ihn im Vergleich zu den eigenen Spielern und vor allem auch zu Courtney Belger. „Da hat er gezeigt, dass er auf dem gleichen Level spielt wie Courtney. Er hat Timo sehr überzeugt“, sagt Hülsmeier.

Viele Mitspieler kennt Bobby Naubert also schon. Sein Eindruck ist positiv. Auch von der Stadt Ibbenbüren. „Ich hatte schnell das Gefühl, dass es passt.“ Leben wird „der Ami“ in einer Spielerwohnung, wiederum in einem Haus, in dem mehrere TVI-Akteure wohnen werden. „Dadurch wird Zusammenhalt entstehen“, erklärt Hülsmeier diesen bewussten Schritt seitens des Vereins. Vielleicht die größte Herausforderung könnte die Sprache für Naubert werden. „Ich verstehe gerade mal genug, um ganz eben zu wissen, was los ist“, lächelt er auf die Frage nach seinem Deutsch. Ein Problem wird das aber wohl nicht, Basketballer sind es gewohnt, Englisch zu sprechen. Und Teamplayer Naubert wird schon klar kommen.

Interview mit Bobby

Quelle: IVZ

Consent Management mit Real Cookie Banner