David Wiegard überzeugte bei seinem Heimdebüt für den TVI, konnte die 92:102-Niederlage gegen Hagen aber nicht abwenden

Vor allem im Schlussviertel boten die AOK Ballers Ibbenbüren am Samstagabend einem der großen Titelfavoriten der Regionalliga West, der BG Hagen, einen packenden Fight, am Ende war die BG aber eine Nummer zu groß. 833 Zuschauer in der Halle Ost, die während der TVI-Aufholjagd in den letzten zehn Minuten einmal mehr für eine tolle Atmosphäre sorgten, sahen am Ende eine 92:102-Niederlage des Gastgebers.

Personal: Dominic Nienabers Verletzung am Sprunggelenk ließ wie erwartet keinen Einsatz dazu, dafür meldete sich David Wiegard trotz einer grippebedingt trainingsfreien Woche rechtzeitig zum Spiel wieder fit. Florian Avermann verletzte sich im dritten Viertel am Arm und kehrte nicht mehr aufs Parkett zurück.

Spielverlauf: Die AOK Ballers leisteten sich einen klassischen Fehlstart, 2:10 hieß es nach gut zwei Minuten, Coach Pohlmann reagierte mit der ersten Auszeit. Fortan waren die Gastgeber besser im Spiel, gingen beim 14:13 sogar in Führung. Ganze 13 Sekunden währte der Vorsprung, es sollte die einzige Führung der Hausherren im gesamten Spiel bleiben. Die Hagener präsentierten sich extrem reboundstark, ließen den Ball gut laufen und stellten den TVI defensiv immer wieder vor erhebliche Probleme. 19:17 führte die BG nach dem ersten Viertel, 44:37 zur Pause. Wie schon in Recklinghausen ließen die AOK Ballers viele gute Möglichkeiten im Angriff aus, trafen zudem von jenseits der Dreierlinie katastrophal (4/23, 17 Prozent). Als die Filippou-Fünf sich zu Beginn des Schlussabschnitts auf 74:56 absetzte, sprach nichts mehr für die Gastgeber. Doch urplötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft. Albert del Hoyo und US-Boy Michael Harvey drehten offensiv auf, David Wiegard führte glänzend Regie, die „Hölle Ost“ wurde zum Leben erweckt und immer lauter. Ein 10:0-Lauf zum 66:74 weckte Hoffnung, immer wieder kam der TVI bis auf sechs Zähler heran. In dieser Phase zeigten die Gäste dann aber ihre ganze Klasse. Ob US-Boy David Golembiowski, der Litauer Vytautas Nedzinskas oder der Engländer Liam Carpenter, die BG hatte immer eine Antwort parat und siegte am Ende verdient mit 102:92. 

Das sagt Coach Marc Pohlmann: „Die BG Hagen war der erwartet starke Gegner. Wir haben es lange versucht, aber nicht komplett geschafft dem Gegner die Stirn zu bieten. Als wir im vierten Viertel dran waren und ins Laufen gekommen sind, hatte Hagen immer die passende Antwort parat. Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken, müssen weiter hart arbeiten und Geduld haben, dann werden wir definitiv für unseren harten Kampf belohnt.

Das sagt Manager „Diesel“ Hülsmeier: „833 Zuschauer sind eine tolle Zahl für das erste Heimspiel, leider startete die Radio RST-Party auf dem Neumarkt parallel zum Spiel. Gegen die BG Hagen haben wir uns dank der überragenden Fans im vierten Viertel ins Spiel zurückgekämpft, das ist zu spät. Spielen wir so von Anfang an, haben wir gute Chancen zu gewinnen. Am Dienstag im großen Derby gegen Münster heißt es kämpfen und siegen.“ 

AOK Ballers: Harvey (25, 19 Rebounds), Post (0), del Hoyo (21), Wiegard (16), Lennartz (7, 7 Rebounds), Freimuth (2), Avermann (0), Patte (0), Fumey (12), Dolkemeyer (9)

 

Consent Management mit Real Cookie Banner