Drama pur: Maikel Post (13 Punkte) vergab die letzte Wurfchance bei der 91:92-Pleite gegen Hagen-Haspe

Es war wieder einmal ein echter Krimi, den die 570 Besucher am Samstagabend in der „Hölle Ost“ geboten bekamen. Nach einer an Dramatik nicht zu überbietenden Schlussphase gaben die AOK Ballers Ibbenbüren gegen den SV Hagen-Haspe einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand und mussten sich am Ende mit 91:92 nach Verlängerung geschlagen geben.

Personal: Die zuletzt angeschlagenen Max Massing, Manuel Plagemann und Gene Hagner waren wieder fit, auch Waldemar Reich kam nach seinem überstandenen Bänderriss einige Minuten Einsatzzeit.

Spielverlauf: 20 Minuten lang hatte der TVI alles fest im Griff, verteidigte überragend, schaltete Hagens US-Boy Marcus Ligons komplett aus und führte zwischenzeitlich mit 20 Zählern Differenz (46:26). Danach folgte jedodch ein kompletter Einbruch. Hagen verkürzte Punkt um Punkt, der TVI leistete sich plötzlich völlig überflüssige Ballverluste und US-Boy Chris Hortmann bekam das Spiel nicht mehr unter Kontrolle. Spätestens als Hortmann mit seinem fünften Foul das Feld verlassen musste und dazu noch ein technisches Foul zugesprochen bekam (32.), glaubte der Gast an seine Chance. Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Drama. Nachdem Felix Fuhrmann mit seinen einzigen Punkten für Haspe sieben Sekunden vor Schluss ausgeglichen hatte, bekam Max Massing mit Ablauf der Schlusssirene zwei Freiwürfe zugesprochen. Die „Hölle Ost“ tobte, doch Massing vergab beide Chancen zum Sieg. In der nicht weniger spannenden Schlussphase brachte Nico Kosel den TVI wenige Sekunden vor dem Ende mit 91:90 in Front, doch der überragende Oscar Luchterhand (26 Punkte) antwortete sieben Sekunden vor dem Ende mit einem Distanzwurf zum 92:91. Der letzte Wurfversuch von Maikel Post verfehlte sein Ziel, der Rest war Jubel pur auf Seiten der Hagener.

Das sagt Coach Timo Völkerink: „Es kam am Ende alles zusammen. Unglückliche Entscheidungen der Unparteiischen, dazu fehlendes Glück. In der entscheidenden Phase haben wir viel zu kopflos gespielt. Der verlorene Vorsprung war in den Köpfen und hat uns verunsichert. Wir haben uns am Ende selber geschlagen, wir waren die klar bessere Mannschaft, die Enttäuschung ist riesengroß.“

Das sagt Manager „Diesel“ Hülsmeier: „Ich hoffe, dass wir aus diesem Spiel ganz schnell lernen. Man darf nach einer 16-Punkte-Führung zur Halbzeit das Spiel nicht mehr verlieren. Schon gar nicht zu Hause. Ich bin sicher, dass Timo Völkerink das passend mit dem Team aufarbeitet.“

AOK Ballers: Hortmann (12), Post (13), Hagner (16), Massing (17), Plagemann (10), Placke (12), Avermann (5), Patte (4), Fischer (dnp), Kosel (2), Reich (-), Freimuth (dnp)

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