US-Boy Chris Hortmann lieferte mit 35 Punkten und 16 Rebounds eine Galavorstellung ab
Es war wenig glanzvoll, doch das interessierte am Ende keinen mehr. Die AOK Ballers Ibbenbüren haben auch das vierte Spiel des Jahres in der Regionalliga West für sich entschieden und den nächsten großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Unterstützt von zahlreichen mitgereisten Ibball-Fans siegten die Ibbenbürener Basketballer beim TSVE Bielefeld mit 105:86 und revanchierten sich somit für die Hinspielpleite.
Personal: Neben Waldemar Reich (Saison-Aus nach Achillessehnen-OP) musste auch Manuel Plagemann aus privaten Gründen passen, dafür kehrte Dominic Nienaber nach überstandener Grippe in den Kader zurück.
Spielverlauf: Beide Mannschaften lieferten sich von der ersten Minute an einen offensiven Schlagabtausch, teilweise hatte man das Gefühl einem Allstar-Game beizuwohnen, so nachlässig wurde verteidigt. 24:19 führten die AOK Ballers nach dem ersten Viertel, zwei schnelle Hortmann-Körbe sorgten für eine scheinbar beruhigende 53:43-Pausenführung. Direkt nach Wiederbeginn setzte sich der TVI gar auf 57:43 ab, ehe der Schlendrian einkehrte. Ein 12:0-Lauf brachte die Ostwestfalen beim 60:59 erstmals in Front, die Partie drohte zu kippen. Immer wenn es eng wurde übernahm jedoch der überragende US-Boy Chris Hortmann (35 Punkte) das Kommando, zu keinem Zeitpunkt gelang es den Gastgebern Hortmann zu kontrollieren. Knackpunkt des Spiels waren dann ein unsportlicher Foul sowie zwei technische Fouls der Bielefelder in einer Aktion beim Stande von 84:89 aus ihrer Sicht, in der entscheidenden Phase gelang den Ibbenbürenern ein 17:0-Lauf zum am Ende deutlichen 105:86-Erfolg.
Das sagt Coach Marc Pohlmann: „Wir haben 37 Minuten lang ganz schlechten Basketball gezeigt und haben nur von unserer individuellen Qualität gelebt. Defensiv war es das Schlimmste, was ich in den vergangenen Wochen gesehen habe. Das ist natürlich bitter, zumal wir im Training extrem an der Defense gearbeitet haben. Kompliment an Bielefeld, die sich nie aufgegeben haben. Das war einfach nicht Basketball nach meinem Geschmack. Unglaublich war natürlich wieder der Support der Fans, überwältigend was hier in Ibbenbüren im Moment los ist. Jetzt darf Schwelm kommen, wir haben nichts zu verlieren.“
Das sagt Manager „Diesel“ Hülsmeier: „Wir haben gegen starke Bielefelder 35 Minuten lang wirklich unkonzentriert und fahrlässig gespielt. Nur individuelle Leistungen und starke letzte fünf Minuten lassen uns das Spiel gewinnen. Nächste Woche gegen Schwelm müssen wir wieder ein ganz anderes Gesicht zeigen.“
AOK Ballers: Hortmann (35, 16 Rebounds), Post (14), Kakad (19), Kostov (15, 13 Assists), Massing (10, 15 Rebounds), Placke (3), Avermann (0), Patte (3), Fischer (2), Nienaber (4), Freimuth (dnp)






















